Nachhaltige „alte“ Uhren

Ein wunderschöner Trend unter den Uhren Fans macht die Runde. Mariage Uhren > Armbanduhren in denen ein altes aber sehr hochwertiges Taschenuhrwerk arbeitet, welches vor dem Einbau aufwendig restauriert und veredelt wurde. Viele der alten teils über 100 Jahre alten Taschenuhren besitzen ein goldenes Gehäuse, auf welches es viele Goldschmiede oder „Goldschmelzer“ abgesehen haben. Der eigentliche Schatz, dass filigrane und präzise gearbeitete Uhrwerk, findet dabei wenig Beachtung und landet dann meistens irgendwo bei Ebay, Ricardo und Co. Wenn man sich so ein altes Uhrwerk jedoch genauer anschaut, muss man sich fragen, wie das die Uhrmacher vor 100 Jahren hinbekommen haben, so ein Wunderwerk der Präzisionstechnik ohne Computer, digitale Messtechnik oder CNC Maschinen her zu stellen. So aufwendig gearbeitete Uhrwerke verdienen es nicht nur erhalten zu werden sondern sollten auch liebevoll restauriert werden. Meiner Meinung nach spricht also gar nichts dagegen, diese Uhrwerke zu „retten“ und Ihnen ein neues Leben als Armbanduhr zu geben. Diese Uhrwerke haben Generationen überdauert, Weltkriege überstanden, Geschichte erlebt und arbeiten nach alledem immer noch zuverlässig und genau. Man trägt mit solch einer Uhr also nicht nur ein Einzelstück am Handgelenk sondern auch ein Stück Geschichte und das Beste daran > auch uns wird diese Uhr überleben.

12049283_985171291535290_2092167648944656996_n 11056594_985171411535278_331003980699068356_n 10669137_748775841845761_3844406255915059113_o

Neues aus der Uhrenschmiede

Wie viele aus der Presse sicher schon erfahren haben, geht die Swatch Group mit den ETA Werken ihren eigenen Weg und schränkt die Lieferung von Rohwerken und Ersatzteilen für „Nicht Swatch Group Hersteller“ immer weiter ein. Die Medien reden dabei viel von „Untergang“ und „Horrorszenario“ für kleine Uhrenhersteller, welche keine Teile und Uhrwerke mehr von den ETA-Werken beziehen können. Anfangs war ich auch sehr betrübt über diese Nachrichten aber die Uhrenindustrie hatte auch lange genug Zeit sich auf diese Veränderung einzustellen. Daher habe ich schon vor geraumer Zeit angefangen, mich nach Alternativen umzusehen und habe mit den Sellita-Werken einen neuen und vor allem unabhängigen Schweizer Uhrwerkhersteller gefunden. Ab 2016 werde ich mich also von der ETA abwenden und alle Automatik Kaliber direkt von Sellita beziehen. Dadurch kommt es zu keinen Engpässen bei Ersatzteilen, zu keinen künstlichen Preiserhöhungen und die Rohwerke sind in ausreichender Menge verfügbar. Natürlich werden diese Uhrwerke in meiner Werkstatt genauso aufwendig veredelt wie die bisherigen ETA Werke. Ich möchte mich hier auch noch einmal bei der Geschäftsführung von Sellita bedanken, die auch so kleine Uhrenhersteller wie mich mit in Ihren Kundenstamm aufnehmen. Chapeau Sellita!

OgKfe0YYhz7CVNqRT1z8oB5DK_nu2B-qzVBk8IkZAvk